Ist dies Ihre Situation?
Das euro-Sales Flow Filialsystem soll bei der Optimierung von Lagerhaltung und Einkauf unterstützen und bietet Ihnen z.B. die Möglichkeit, Bestände in anderen Filialen zu prüfen und ggf. dort zu bestellen oder auch über eine zentrale Disposition eine Bestelloptimierung vorzunehmen
Vorbereitungen und Voraussetzungen
Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die korrekte Konfiguration des Systems.
So funktioniert's
Meta-Suche
Das euro-Sales Flow Filialsystem soll bei der Optimierung von Lagerhaltung und Einkauf unterstützen und bietet Ihnen z.B. die Möglichkeit, Bestände in anderen Filialen zu prüfen und ggf. dort zu bestellen oder auch über eine zentrale Disposition eine Bestelloptimierung vorzunehmen.
Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die korrekte Konfiguration des Systems. Wenn z.B. Filiale 3 geographisch zu weit von Filiale 2 entfernt liegt, so dass Bestellungen untereinander unwirtschaftlich wären, kann euro-Sales Flow so konfiguriert
werden, dass in Filiale 3 die Bestände von Filiale 2 nicht angezeigt werden.
Ebenso ist es denkbar, dass zwar die Bestände angezeigt, aber nicht gegenseitig bestellt werden kann.
Der eigene Lagerbestand wird wie gewohnt in der Trefferliste der Meta-Suche angezeigt.
Um eventuelle Filialbestände zu überprüfen, wechselt man in der Vollansicht des Titels durch Doppelklick in die Detailansicht.
Es wird dort der Lagerbestand der eigenen Filiale und der anderen Filialen angezeigt.
Unter dieser Anzeige werden auch die jeweiligen Bestellungen pro Filiale mit den Status der Bestellung angezeigt.
Filialtausch
Unter Filialtausch ist die Abgabe von Ware von einer Filiale an eine andere Filiale zu verstehen. Hierbei kann es sich um Kundenbestellungen oder auch Lagerbestellungen handeln.
Mehrere Varianten sind in der Praxis denkbar: So könnte ein Kunde in Filiale 2 einen bestimmten Titel wünschen, der in Filiale 1 am Verkaufslager steht. Daraufhin bestellt Filiale 2 diesen Titel bei Filiale 1.
Auch ist denkbar, dass Filiale 1 bei Überprüfung des eigenen Lagers bemerkt, dass von einem Titel ausreichend Bestand vorhanden ist, während in einer der anderen Filialen dieser Titel fehlt. Jetzt erzeugt Filiale 1 einen Auftrag für den Kunden
Filiale 2 und gibt die Ware mit Warenbegleitschein ab.
ACHTUNG: Die Kommunikation zwischen den Filialen erfordert keine separaten Kommunikationsjobs!
Lagerbestand einer anderen Filiale nutzen
Im ersten Beispiel wird eine Kundenbestellung in Filiale 2 für einen Titel erzeugt, der in Filiale 1 Lagerbestand hat. Bei der Auftragserzeugung ist darauf zu achten, dass das Bestellziel der „Lieferant Filiale 1“ ist.
Der Bestellweg ändert sich automatisch auf „Filialbestellung“. Der Kundenauftrag wird nun wie üblich unter Angabe von Kundenadresse und Auftragsart abgeschlossen.
In Filiale 1 wird auf dem Schreibtisch unter „Heutige Meldungen“ angezeigt, dass offene Filialaufträge vorliegen. Klickt man auf den Link, wird die Startansicht der Disposition aufgerufen.
Hier wird der Dispositionstyp „Filialauftrag“ ausgelöst und die Bestellung bearbeitet.
In der Liste wird die entsprechende Position markiert und anschließend wird über den Punkt „Aktionen“ in der Toolbar „Bestand Reservieren“ angeklickt. Ist kein ausreichender Bestand vorhanden, ist der Button deaktiviert.
HINWEIS: Nach einer Änderung der Bestellmenge wird erst dann geprüft, ob der vorhandene Bestandausreicht, wenn man das Bestellmengenfeld (z.B. durch Zeilenwechsel) verlässt.
Es wird ein Auftrag für den Kunden Filiale 2 erzeugt. Falls zwischenzeitlich kein Lagerbestand mehr vorhanden sein sollte, kann die Bestellung abgelehnt werden (siehe Abschnitt „Bestellung der Filiale stornieren“).
Mit Klick auf „Fertig stellen“ wird der Auftrag gespeichert und ein Begleitpapier gedruckt. Dieses kann zusammen mit der Ware für den Versand in die Filiale bereitgelegt werden.
Zugleich wurde ein ELS für Filiale 2 bereitgestellt.
In Filiale 2 wird nun der ELS aufgerufen und im Wareneingang gespeichert.
Damit steht die Ware für den Kunden zur Verfügung.
Hinweis: Diese Variante erfordert genau definierte Arbeitsabläufe innerhalb der Filialen. Es muss sichergestellt sein, dass zu bestimmten Zeitpunkten jede Filiale kontrolliert, ob Aufträge anderer Filialen vorliegen, um diese dann entsprechend zu bearbeiten.
Denkbar wäre auch, dass die bestellende Filiale in der bestandsführenden Filiale anruft um sicherzustellen, dass der angezeigte Lagerbestand auch wirklich noch vorhanden ist. In diesem Fall - Ware ist tatsächlich noch am Lager - würde die bestandsführende Filiale sofort die Disposition ausführen und den Filialauftrag abarbeiten.
Diese Vorgehensweise wird analog für den Fall genutzt, dass eine Filiale Titel vom Bestand einer anderen Filiale für das eigene Lager bestellen möchte. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass statt einer Kundenbestellung eine Lagerbestellung ausgelöst wird (siehe dazu auch Abschnitt „Disposition nach
Filialaufträgen“).
Eigenen Lagerbestand an eine Filiale abgeben
Möchte eine Filiale aktiv (Über-)Bestand an eine andere Filiale abgeben, sieht das Procedere dafür folgendermaßen aus:
Filiale 1 hat für einen Titel einen Verkaufslagerbestand von 11 Exemplaren und möchte davon 5 Exemplare an Filiale 2 abgeben.
Es wird ein Auftrag für den Kunden Filiale 2 erzeugt.
Als Kunde wird „Kunde Filiale 2“ mit der Auftragsart „Begleitpapier“ ausgewählt.
Bei Klick auf „Fertig stellen“ wird ein Begleitpapier ausgedruckt. Dieses kann der Ware beigelegt werden. Gleichzeitig wurde ein ELS für Filiale 2 erzeugt.
In Filiale 2 wird nun noch der ELS eingelesen und der Bestand wird an das Verkaufslager gebucht. Damit ist der Vorgang abgeschlossen.
Disposition nach Filialaufträgen
Im Rahmen der Filialdisposition sind verschiedenste Varianten denkbar. Der Fall, dass eine Filiale Bestand an eine andere Filiale abgibt, wurde bereits geschildert (siehe Abschnitt „Filialtausch“). Weitere Möglichkeiten, wie mit Anfragen anderer Filialen umgegangen werden kann, werden im Folgenden dargestellt.
Artikel für Filiale bestellen
Filiale 2 erzeugt einen Lagerauftrag mit Bestellziel Filiale 1, da diese den Artikel zentral bestellen soll. Der Bestellweg ändert sich automatisch auf „Filialbestellung“.
Filiale 1 disponiert nun die Filialaufträge und führt eine Bestellung für Filiale 2 aus.
Im Bestellmanagement wird in der Detailansicht der Bestellung (= Doppelklick auf die Position) angezeigt, für welche Filiale der Titel bestimmt ist.
Wenn die Ware in Filiale 1 angeliefert wird, erfolgt wie üblich der Wareneingang. Die Bestellung wird für den „Kunden Filiale 2“ ins Reservierungslager gebucht.
Anschließend kann wie gewohnt über den Menüpunkt Verkaufen - Liefern und fakturieren - Belege erzeugen ein Begleitpapier gedruckt und der Ware beigelegt werden.
Wenn die Ware in Filiale 2 ankommt, wird dort mittels ELS der Wareneingang gebucht.
Nun steht die Ware im Verkaufslager von Filiale 2 zur Verfügung.
Offene Bestellung verwenden
Falls bereits eine Lagerbestellung für Filiale 1 läuft, kann der Disponent eine Anfrage von Filiale 2 auch dahingehend bearbeiten, dass bei Lieferung automatisch die gewünschte Menge für den „Kunden Filiale 2“ reserviert wird, ohne extra eine neue Bestellung zu erzeugen.
Unter den WWS-Daten in der Meta-Suche ist zu erkennen, dass schon eine Bestellung der Filiale 1 für diesen Titel existiert.
Nun wird eine Lagerbestellung mit Bestellziel „Lieferant Filiale 1“ erzeugt.
Diese Bestellung kann in Filiale 1 über die Disposition nach Filialaufträgen bearbeitet werden.
Hier wird die Option „Offene Bestellung verwenden“ gewählt und die Bestellung mit „Fertig stellen“
gespeichert.
In den Detaildaten der Meta-Suche ist nun zu sehen, dass Filiale 1 11 Exemplare beim Verlag bestellt hat und dass Filiale 2 3 Exemplare bei Filiale 1 bestellt hat.
Nachdem die Bestellung abgerufen und die Ware geliefert wurde, erfolgt in Filiale 1 der Wareneingang. Es werden 8 Exemplare ans Verkaufslager gebucht und 3 Exemplare für „Kunde Filiale 2“ reserviert.
Anschließend kann wie gewohnt über den Menüpunkt Verkaufen - Liefern und fakturieren - Belege erzeugen ein Begleitpapier gedruckt und der Ware beigelegt werden. In den WWS-Daten der Bibliographie ist der Bestand aus dem Reservierungslager von Filiale 1 ausgebucht.
In Filiale 2 wird mittels ELS der Wareneingang durchgeführt und die Ware an das Verkaufslager gebucht, wo sie nun zum Verkauf zur Verfügung steht.
Bestellung der Filiale stornieren
Denkbar ist, dass eine Filiale zwar ausreichend Bestand für einen Titel am Lager hat, diesen jedoch nicht an eine andere Filiale abgeben möchte. Eine entsprechende Bestellung kann deshalb vom Disponenten storniert werden.
Die Bestellung wird, wie in den anderen Beispielen bereits gezeigt, in der Disposition nach Filialaufträgen aufgerufen und dort auf „Stornieren“ gesetzt.
euro-Sales Flow erzeugt daraufhin einen ELS mit einer Meldenummer, die bei Systemeinrichtung in den Stammdaten angelegt wurde. In unserem Beispiel ist es die „101 Bestellung storniert (im Filialkontext)“.
Filiale 2 bucht im Wareneingang den ELS und hat nun die Möglichkeit, den gewünschten Titel sofort zu einem anderen Lieferanten, z.B. dem Barsortiment, umzubestellen.
Eine Möglichkeit, den Titel umzubestellen, bieten die „Heutigen Meldungen“ auf dem Schreibtisch. Hier werden alle Meldenummern des laufenden Tages angezeigt.
Mit Klick auf „Meldungen gesamt“ oder gezielt auf die Meldungen eines bestimmten Lieferanten, öffnet sich die Umbestellmaske. Hier kann ein neues Bestellziel ausgewählt und mit „Fertig stellen“ der Vorgang abgeschlossen werden.
Artikel später bearbeiten
Bestellt eine Filiale einen Titel bei einer anderen Filiale, kann der Disponent die Bestellung auch auf den Status „später bearbeiten“ setzen. Dies führt dazu, dass die Anfrage der Filiale in der Disposition nach Filialaufträgen bestehen bleibt.
Einzeldisposition
In der Einzeldisposition, z.B. nach Abverkauf, ist es ab sofort möglich, eventuell vorhandene Bestände anderer Filialen anzeigen zu lassen und die gewünschten Titel dort zu bestellen.
Dafür müssen zwei Einstellungen vorgenommen werden. Unter System - Referenzdaten - Stammdaten - Filialen wird für jede Filiale ein Filialkürzel eingetragen.
In der Disposition wird über die Einstellungen "Einzeldispo: Bestellung in anderen Filialen ermöglichen" angehakt. (Dies gilt für alle Dispositionsarten außer "Filialaufträge" wenn nur eine Filiale enthalten ist).
In der Ergebnisliste besteht bereits die Option, den neuen Listentyp "Übersicht FIL" auszuwählen, der die neuen Spalten "FIL-Bestand" und "FIL-Menge" einblendet. So kann man hier schon ohne Verzweigen in die Detailansicht sehen, welche Filialen Bestand haben. Die neuen Spalten sind sortierbar.
Die Spalte "FIL-Bestand" zeigt die Bestände in anderen Filialen und die Spalte „Bestand“ zeigt nach wie vor den Bestand der eigenen Filiale.
Um eine Bestellung bei nur einer Filiale zu tätigen, wird wie gewohnt die Bestellmenge und das Bestellziel Filiale eingegeben.
Wenn Sie jedoch einen Artikel bei mehreren Filialen parallel bestellen möchten oder zusätzlich noch eine Bestellung beim Lieferanten, so wechseln Sie per Doppelklick in die Detailansicht. Hier werden auch die Bestände anderer Filialen angezeigt.
Jetzt können Sie bei jeder beliebigen Filiale bestellen indem Sie in das betreffende Feld eine entsprechende Menge eintragen.
Zudem können auch die Statistikdaten der Filiale zu dem jeweiligen Titel aufgerufen werden.
Ggf. bestellen Sie zusätzlich bei einem externen Lieferanten (BS oder Verlag). Dazu nutzen Sie das Mengenfeld im oberen Bereich.
HINWEIS:
Wird bei einem Mengen-Eintrag im „Kopf“ als Bestellziel eine Filiale gewählt, kann es zu doppelten Bestellungen kommen. Wenn z.B. bei Fil 3 5 Exemplare eines Titels bestellt werden, ist es theoretisch möglich, über einen Eintrag im „Kopf“ erneut als Bestellziel Fil 3 anzugeben. Eine Plausibilitätsprüfung
findet an dieser Stelle nicht statt.
Beim Fertig stellen der Disposition erscheint nun zusätzlich eine Meldung, wie viele Filialbestellungen generiert wurden.
Zentraldisposition
Disposition nach Abverkauf im Filialkontext
Zum Anlegen einer Zentral-Disposition wählt man als Dispositionsart „Abverkauf“. Sobald bei der Festlegung der Dispositionskriterien mehr als eine Filiale oder eine andere als die eigene Filiale ausgewählt wurde, wird die Zentraldisposition angezeigt.
Bei den Dispositionskriterien wird definiert, welche Filialen betrachtet werden sollen.
In der Disposition für mehrere Filialen (Zentraldisposition) gibt es einen Button "Artikel ohne Menge löschen". So kann man die Positionen löschen, die man nicht bestellen will.
Klickt man auf diesen Button, wird die Anzahl der Artikel in der Liste ermittelt, die im Feld Menge Zentral (= Gesamtmenge) nichts eingetragen haben. Es erfolgt eine Rückfrage mit Angabe der Anzahl. Wird die Rückfrage mit „Ja“ beantwortet, werden die betroffenen Artikel gelöscht.
Mit „Fertigstellen“ kann die Disposition wie gewohnt abgeschlossen werden.
Hinweis: Wenn versehentlich Artikel gelöscht wurden, kann mit „Abbrechen“ die Disposition abgebrochen und anschließend neu gestartet werden.
Zur Bearbeitung stehen zwei Ansichten zur Verfügung. In der Übersichtsansicht, werden alle Titel angezeigt, die den Dispositionskriterien entsprechen.
Übersichtsansicht
Mit Doppelklick auf einen Titel wird eine Detailansicht zur Bearbeitung angezeigt.
Arbeiten Sie mit Absenderkennung oder Abteilungstrennung können diese auch in der Filialliste eingetragen werden. Im Kopf steht die Absenderkennung ebenfalls zur Verfügung.
Wird mit der Option "dezentral" bestellt, werden für beide Spalten-Felder (Absenderkennung und -trennung) als Optionen jeweils die Werte der Filiale, für die bestellt wird, verfügbar gemacht.
Wird "zentral" bestellt, bleibt die Abteilungstrennung leer und ist deaktiviert; die Absenderkennung zeigt den im Kopf eingestellten Wert und ist ebenfalls deaktiviert.
Detailansicht
In der Übersichtsansicht können nur die Filialen bearbeitet werden, bei denen ein Abverkauf stattgefunden hat. Möchte man für weitere Filialen Titel bestellen, öffnet man dafür die Detailansicht. Hier sind auch zusätzliche statistische Informationen für die jeweiligen Titel einzusehen.
Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, einen Verteilerschlüssel auszuwählen, der zuvor in den Stammdaten unter System - Referenzdaten - Filialen definiert wurde. Dieser Verteilerschlüssel kann bei der Disposition
und im Wareneingang verwendet werden, wenn nicht für jede Filiale konkrete Stückzahlen bestellt werden sollen.
Im Verteilungsschlüssel werden keine Prozente angegeben, sondern Anteile.
Das heißt:
Filiale1 Anteil: 1
Filiale2 Anteil: 2
Filiale3 Anteil: 3
Gesamtanteile: 6
Bei der Warenverteilung wird nun die Gesamtmenge durch die Gesamtanteile geteilt und dann mal dem
Anteil der Filiale gerechnet. Die Filialen werden nach ihrem Anteil absteigend verarbeitet.
Beispiel Menge 10
Filiale3: 10/6*3 -> 5
Filiale2: 10/6*2 -> 3
Filiale1: 10/6*1 -> 1
In diesem Beispiel würde erst einmal 1 Exemplar übrig bleiben. Diese wird dann automatisch in einem
zweiten Durchlauf verteilt. Somit erhält schließlich
Filiale3: 6 Exemplare
Filiale2: 3 Exemplare
Filiale1: 1 Exemplare
Es muss für jede Filiale ein Verteilungsschlüssel definiert sein. Ist zum Beispiel nur für eine Filiale ein Verteilungsschlüssel angegeben, erhält diese die komplette Warensendung.
Im Wareneingang kann nun nachträglich eine Warenverteilung erfolgen, falls z.B. Ware aufgrund eines Reiseauftrags eingebucht werden soll.
Der Warenverteiler wird automatisch angezeigt, wenn ein Verteilungsschlüssel im Wareneingang in der Übersichtsansicht angegeben wurde.
Die Warenverteilerliste zeigt nun auch die auf die Filialen verteilten Wareneingänge.
In der Disposition kann man eine Gesamtmenge eintragen und auf Basis des Verteilerschlüssels wird diese Menge auf die angezeigten Filialen als Bestellmenge verteilt.
Natürlich ist es auch möglich, jeweils für die einzelne Filiale die Bestellmenge einzugeben. Dabei kann zusätzlich entschieden werden, ob die Bestellung zentral oder (für die anderen Filialen) dezentral angeliefert werden soll.
ACHTUNG: Da bei einer dezentralen Bestellung ein separater Bestellsatz (im Namen einer anderen Filiale) erzeugt wird, fließen diese Bestellmengen nicht in die optimierte Gesamtbestellung ein und werden daher auch nicht in die Gesamtmenge eingerechnet.
Die dezentrale Bestellung nutzen Sie also dann, wenn die Bestellentscheidung zentral getroffen wird, die Anlieferung und der Wareneingang jedoch bei den einzelnen Filialen direkt durchgeführt werden soll.
Nachdem die Positionen bearbeitet wurden, kann mit Klick auf „Fertig stellen“ die Disposition abgeschlossen werden.
Nun ist sowohl im Bestellmanagement von Filiale 1 als auch in Filiale 2 eine Bestellung zu sehen.
Ruft man in Filiale 1 die Detailansicht des Titels auf, so ist zu sehen, dass von der bestellten Partie 3 Exemplare für Filiale 2 bestimmt sind.
In Filiale 2 erhält die Bestellung eine eigene Bestellnummer mit Lieferant Filiale 1.
Der Status der Bestellung lautet in Filiale 1 „unbearbeitet“, bis der Abruf erfolgt ist. Hingegen ist der Status der Bestellung in Filiale 2 bereits „bestellt“.
Wenn die Ware zentral bestellt wurde, erfolgt der Wareneingang in Filiale 1. Titel für Filiale 1 werden an das Verkaufslager gebucht, Titel für Filiale 2 an das Reservierungslager.
Nun kann wie gewohnt über den Menüpunkt Verkaufen - Liefern und fakturieren - Belege erzeugen ein Begleitpapier gedruckt und der Ware für Filiale 2 beigelegt werden.
Dort wird der Wareneingang mittels ELS gebucht und die Ware steht dem
Verkaufslager zur Verfügung (siehe Abschnitt „Filialtausch“).
Wurde Ware dezentral bestellt, erfolgt der Wareneingang direkt in der jeweiligen Filiale.
Disposition nach Selektion im Filialkontext
Analog der Abverkaufsdisposition kann auch eine Selektionsdisposition über alle oder über ausgewählte Filialen nach verschiedensten Selektionskriterien durchgeführt werden.
Remission
Soll Ware aus einer Filiale in die Zentrale remittiert werden, so kann dies komfortabel über das Remissionsmanagement erfolgen. Im Rahmen der Remissionsdurchführung werden ELS erzeugt, die in der Zentrale über den Wareneingang eingelesen werden. Die Ware wird dabei in ein Remissionslager gebucht und kann nun von dort aus an den ursprünglichen Lieferanten remittiert werden.
Im ersten Schritt remittiert die Filiale Ware, die sie von der Zentrale erhalten hat. Dazu wird eine neue Remission angelegt und die entsprechenden Artikel werden erfasst.
Da die Ware ursprünglich mit ELS eingebucht wurden, werden die entsprechenden Wareneingangsdaten übernommen. Wurde also in der Zentrale für einen Filialauftrag einen Wareneingang durchgeführt und dabei manuell ein Remissionsdatum eingetragen, so wird dieses auch in den Filial-ELS geschrieben.
Dies ermöglicht in der Filiale eine „Remission aus Wareneingangsinformation“ mit Angabe des Remissionsdatums.
Natürlich ist auch eine Remission z.B. einfach durch Scannen des Titels möglich. Wurde der Titel ursprünglich aus einer anderen Filiale geliefert, so wird dies unter Lieferant angezeigt.
Mit „Fertig stellen“ wird die Remission gespeichert und ein Remissionsbeleg kann gedruckt werden.
Die Artikel werden ausgebucht und ein ELS wird an die Zentrale geschickt, wo im Wareneingang die Artikel an das Remissionslager gebucht werden können.
In der Zentrale kann nun die Remission an den ursprünglichen Lieferanten erfolgen. Dazu wird eine neue Remission angelegt, bei der die Artikel aus dem Remissionslager herangezogen werden.
Sollen auch die Bestände des eigenen Lagers mit remittiert werden, kann man die Positionen selbstverständlich entsprechend ergänzen. Mit Klick auf „Fertig stellen“ wird die Remission abgeschlossen.
ECS-Anbindung
ECS mit Filialanbindung
Wenn ein Kunde über ECS einen Titel zur Abholung bei einer bestimmten Filiale bestellt, wird der Auftrag auch für diese Filiale angelegt und für eine Reservierung auch der Lagerbestand dieser Filiale herangezogen. Ist kein Lagerbestand vorhanden, wird für diese Filiale eine Bestellung erzeugt.
Auswertungen
Für folgende Auswertungen kann über die Einstellungen definiert werden, welche Filialen in die Abfrage einbezogen werden sollen:
Einkauf
Kundenumsatz
KER
Artikelumsatz nach Renner - Penner
Artikelbestand



































































